Der österreichische Gedenkdienst
Gedenkdienst ist eine Alternative zum österreichischen Wehrdienst. Die Teilnehmer am Gedenkdienst dienen an den wichtigsten Holocaust-Institutionen.
Gedenkdienst wurde von Dr. Andreas Maislinger, Politologe aus Innsbruck (Tirol, Österreich) initiiert, der den Grundgedanken der deutschen Aktion Sühnezeichen übernahm. Maislinger hat selber als Freiwilliger für Aktion Sühnezeichen im Museum Auschwitz-Birkenau gearbeitet.
1991 wurde der Gedenkdienst von der österreichischen Regierung als Alternative zum Wehrdienst zugelassen, und als Folge daraus entstand eine unabhängige aber größtenteils vom Innenministerium finanzierte Trägerorganisation. Die Intention des Gedenkdienstes ist es, das Eingeständnis der Mitschuld Österreichs am Holocaust zu betonen, und uns allen unsere Verantwortung bewusst zu machen, für ein "Nie wieder" zu kämpfen. (Auszug aus der Rede des früheren österreichischen Bundeskanzler, Franz Vranitzky, in Jerusalem, Juni 1993).
Der österreichische Gedenkdienst ist ein weltweit einzigartiges Netzwerk für Holocaust-Gedenkstätten und Museen, die Mithilfe in ihren Archiven, Bibliotheken etc. in Anspruch nehmen wollen. Seit 1992 haben über 100 Gedenkdiener, meistens um die 20 Jahre alt, an Holocaust-Gedenkstätten mitgearbeitet und die Geschichte des Holocaustes aufgearbeitet, anstatt daheim einen Wehrdienst zu leisten.
Der Verein für Dienste im Ausland ist von der österreichischen Regierung authorisiert, Gedenkdiener zu den Partnerorganisationen in der ganzen Welt zu senden.