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Zeitliche Auslastung:
mind. 40 Stunden pro Woche
Tätigkeiten:
August
2000 - November 2000:
Mithilfe
bei der Archivierung von Holocaust bezogenem Material um Nachforschungen
externer Historiker zu vereinfachen.
Mitarbeit
an der permanenten Ausstellung des Museums über die Ermordung
unschuldiger Kinder, geistig Behinderter, Homosexueller, politischer
Gefangener und 6 Millionen Juden.
Betreuung
von Besuchern, Leitung von Führungen durch die Ausstellung
des Museums über die Verfolgung der Juden im Dritten
Reich.
Nachforschungen
in den Signal Corps Archives, Washington D.C. um Photographien
der Opfer des Nationalsozialismus zu klassifizieren und identifizieren.
Allgemeines:
Durch die grosszuegige Uebergabe eines Lagerhauses des Staates
Virginia an das Virginia Holocaust Museum wurde es dem Museum
ermoeglicht die permanente Ausstellung auszuweiten. Das Datum
der Eroeffnung des neuen Gebaeudes im Zentrum Richmonds wird
Mai 2002 sein. Da ich meinen Dienst mit September 2001 beende
wird mein Nachfolger in der gluecklichen Lage sein der Eroeffnung
beizuwohnen.
Recherchen:
Der Fokus meiner Arbeit liegt deshalb vor allem auf Recherchen
in Zusammenhang mit der Ausweitung der permanenten Ausstellung
des Museums und der Ergaenzung weiterer Ausstellungen. Diese
Recherchen erfolgen zu eine grossen Teil online wobei ich
Kontakte zu Museen und Archiven weltweit, insbesondere aber
zu Einrichtungen hier in den USA, darunter die Signal Corps
Archives in Washington und dem US Holocaust Museum,ebenfalls
in Washington, pflege.
Arbeit
im Archiv:
Das Archiv des Museums ist in eine Buecherei und ein Videoarchiv
aufgesplittet. Eine meiner Hauptaufgaben ist eine Inventur
des Videoarchives. Im Rahmen dieser Inventur, die in naher
Zukunft eine Computerisierung des Inventars zum Ziel hat,
ist es meine Aufgabe Originale von Interviews mit Befreiern
und Ueberlebenden von Konzentrationslagern zu vervielfaeltigen.
Bei der Vorbereitung dieser Interviews, die auf die jeweilige
Situation des zu Interviewenden zugeschnitten sind, werde
ich oft zu umfangreichen Hintergrundrecherchern, zum Beispiel
welche Einheit wann welches Lager befreit hat, ob das Konzentrationslager
bereits von der SS aufgegeben wurde, ob Bilder der Befreiung
verfuegbar sind, herangezogen.
Das Museum ist in die erste Phase der ersten Bauphase in
den neuen Raeumlichkeiten eingetreten. Momentan erstellen
wir gerade ein Modell des neuen Museums. Im Rahmen dieser
Taetigkeit arbeite ich gemeinsame mit der Direktorin des Archives
und dem Kuenstler des Museums an diesem Modell.
Arbeit
im neuen Gebaeude:
An Samstagen arbeite ich gemeinsam mit dem Direktor des Museums
im neuen Gebaeude. Die Arbeit dort stellt momentan vorallem
Vorbereitung des Gebaeudes dar. Im Maerz werden die Arbeiten
an den Austellungen beginnen. Ich werde auch sporadisch zur
Reinigung und Indexierung im Neuen Gebauede eingesetzt. Dabei
habe ich vor allem mit Objekten zu tun die momentan aus Platzmangel
noch nicht in der permanenten Ausstellung des Museums zu finden
sind.
Betreung
der Besucher:
Vor 2 Monaten hat die Schulsaison wieder begonnen. Das Museum
hat etwa 1000 Besucher pro Monat, ein Grossteil davon Schueler
und Studenten aus Richmond und Virginia. Diese Schulgruppen
erhalten meist einen einstuendigen Vortrag eines lokalen Holocaust
Ueberlebenden und touren danach das Musueum. Ich wurde im
ersten Monat eingeschult um als Dozent fungieren zu koennen.
Mittlerweile gebe ich beinahe jede Woche mehrere Touren fuer
Schueler (ab 12 Jahren), Studenten und Erwachsene. Neben diesen
etwa 90 minuetigen Touren fungiere ich als Portier indem ich
Besucher die unangekuendigt erscheinen mit der Self Guided
Tour (Minidisc-Walkman) vertraut mache und ihnen den Ablauf
der Tour erklaere. Diese Tour umfasst etwa 60 Minuten, und
es obliegt mir etwaige Fragen zu beantworten bzw Kontakte
zu Befreiern, Ueberlebenden und ihrer Verwandten herzustellen.
Manche dieser Menschen haben ein Leben lang nie ueber ihre
Erfahrungen gesprochen und oeffnen sich das erste mal nach
der bedrueckenden Tour des Museums.
Sonstiges:
Eine weitere Funktion die ich sporadisch uebernehme ist das
Erstellen von Publikationen fuer das Museum. Ich uebernehme
dabei vorallem dem gestalterischen und layouttechnischen Teil
dieser Arbeit, eine Arbeit die hauptsaechlich am Computer
erledigt wird.
Anmerkung:
Nach Aussagen mehrerer Mitarbeiter des Museums und des Direktors
ist das Museum mit meiner Arbeit sehr zufrieden und hat deshalb
schon kurz nach meinem Stellenantritt ein Ansuchen fuer einen
Zweiten Gedenkdiener eingereicht. Das Museum hofft das Ansuchen
positiv ausfaellt und der 2te Gedenkdiener alsbald seinen
Dienst beginnen kann, eventuell bereits mit 1. Januar. Mr.
Jay M Ipson, seines Zeichens Direktor des Museums, hat in
meiner Gegenwart bereits mehrmals seinen Dank gegenueber der
Republik Oesterreich ausgesprochen, teils sogar in Gespraechen
mit einflussreichen Persoenlichkeiten, welche wiederum mir
gegenueber ihre Bewunderung fuer diesen Dienst ausgedrueckt
haben.
April
2001 - Juli 2001
Mithilfe
bei der Archivierung von Holocaust bezogenem Material um Nachforschungen
externer Historiker zu vereinfachen.
Mitarbeit
an der permanenten Ausstellung des Museums über die Ermordung
unschuldiger Kinder, geistig Behinderter, Homosexueller, politischer
Gefangener und 6 Millionen Juden.
Betreuung
von Besuchern, Leitung von Führungen durch die Ausstellung
des Museums über die Verfolgung der Juden im Dritten
Reich.
Nachforschungen
in den Signal Corps Archives, Washington D.C. um Photographien
der Opfer des Nationalsozialismus zu klassifizieren und identifizieren.
Meine Taetigkeiten sind im grossen und ganzen unveraendert
geblieben. In den ersten 2 Monaten des Berichtszeitraums war
es meine Hauptaufgabe den grossen Schuelergruppen bei ihren
Touren zu assistieren.
Touren:
Tourgruppen durch das Museum zu fuehren bleibt weiterhin
eine meiner staendigen Aufgaben. Da ich in den vorangegangenen
Berichten darauf bereits eingegangen bin werde ich in diesem
Bericht von den Details absehen.
Recherchen:
Durch die Anschaffung besserer Ausruestung und Technik ist
es mir moeglich geworden das Digitalisieren von Bildern und
Inhalten ohne uebermaessige Wartezeiten voranzutreiben. Neben
den Recherchen im Internet und im Museumarchiv verbringe ich
weiterhin einen betraechtlichen Teil meiner Zeit damit Kontakt
mit Museen und Archiven weltweit aufzunehmen bzw. sicherzustellen
das unsere Helfer vorort ueber die notwendigen Informationen
und Papiere (Briefe vom Museum die sie ausweisen usw) verfuegen.
Arbeit
im Archiv:
Meine Arbeit im Archiv beschraenkt sich mittlerweile auf
Reinigungsarbeiten und die Uebersetzung von deutschen Texten.
Durch die alte" deutsche Schreibweise bedingt bin
ich der einzige der diese Texte uebersetzen kann.
Arbeit
im neuen Gebaeude:
In den letzten Monaten habe ich meine regelmaessige Wochenendarbeit
mit den freiwilligen Helfern fortgesetzt. Mittlerweile haben
auch die Handwerker mit ihrer Arbeit begonnen, meine Aufgabe
besteht tlw. daraus diesen bei simplen Taetigkeiten zur Hand
zu gehen. In den letzten Monaten waren das vorallem Reinigungsarbeiten
(Waende, Boden, Decke). Der Grossteil dieser Arbeiten wird
unter meiner Aufsicht und Mitarbeit von anderen Freiwilligen
erledigt.
Betreuung
der Besucher:
Wie bereits im letzten Bericht erwaehnt setze ich die Betreuung
der Besucher fort. Dies trifft vor allem auf den walk-in Traffic
zu, und weniger auf das Touren von Besuchergruppen, welche
in den letzten Monaten verstaerkt ins das Museum kommen.
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