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Bericht(e) von Werner Kutil
November 2001 - Dezember 2002
November 2001 - Februar 2002|März
2002 - Juni 2002|Juli 2002 - Oktober 2002|
November 2002 - Dezember 2002
Centre de la Mémoire d'Oradour
Zeitliche Auslastung:
40
Stunden.
November
2001 - Februar 2002
1. Bericht - Werner Kutil
Mit 1. November 2001 habe ich meinen Auslandsdienst im « Centre
de la mémoire d'Oradour » in Oradour-sur-Glane angetreten,
nachdem ich mich schon am 26. Juli 2001 bei der Direktorin,
Madame Barrère, persönlich vorgestellt habe, und wir dabei
ein langes Gespräch über mich, den Dienst und das Zentrum
hatten.
Dieses Informationszentrum für die Besucher der Ruinen des
Märtyrerdorfes hat sich zum Ziel gesetzt, Oradour über die
verschiedenen Ausstellungs-, bzw. Informationsräume wieder
in den Kontext des zweiten Weltkrieges und des Schreckens
des Nationalsozialismus zurückzuversetzen, und in weiterer
Folge zur individuellen und kollektiven Meditation anzuregen.
Mein Aufgabengebiet umfasst, bei einer Wochenarbeitszeit von
40 Stunden, folgende Tätigkeiten:
- Pflege und Aufbau von Beziehungen der Institution mit anderen
Einrichtungen zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus,
sowohl in Deutschland als auch in Österreich.
- Pädagogische und informative Aufgaben zur Vermittlung des
Wissens über den zweiten Weltkrieg.
- Forschung: Hilfe bei der Durchführung von historischen Projekten
und der Dauerausstellung.
Die Anfangszeit war geprägt durch verschiedene Tätigkeiten
und Aufgaben, um mich einzuarbeiten und die Arbeit im Zentrum
und das Zentrum selber besser kennen zu lernen. Neben diversen
Übersetzungen (Post, Programme,...) und Recherchetätigkeiten,
Telefongesprächen und Emails und weiteren administrativen
Dingen, war es vor allem meine Aufgabe, die deutschen Texte
der Dauerausstellung auf inhaltliche, grammatikalische und
orthographische Fehler und Ungenauigkeiten zu untersuchen
und in weiterer Folge, teilweise Neuübersetzungen vorzunehmen.
Auch konnte ich bei den deutschsprachigen Führungen als Begleitperson
mitgehen und so meinen Beitrag zur Erklärung der Geschehnisse
bringen.
Ein weiteres Projekt, das ich begonnen habe, das ich aber
aufgrund der Europäischen Tagung in Oradour unterbrechen mußte,
ist die Übersetzung beziehungsweise auch eine eventuelle Neukonzeption
der pädagogischen Begleithefte, die für die Schüler der «
terminale » (Alter: 17-18 Jahre) und der « troisième » (Alter:
14-15 Jahre) erstellt wurden, um diese auch den deutschsprachigen
Schulklassen und Besuchern zur Verfügung stellen zu können.
Durch meine jetzige Tätigkeit in der Organisation der Europäischen
Tagung der schul- (museums-)pädagogischen Dienste von Zentren
und Museen, die sich auf den Zweiten Weltkrieg beziehen, die
im März 2002 stattfinden wird, habe ich sehr viel Kontakt
zu den Gedenkstätten und Museen in ganz Europa.
Da das Centre de la mémoire eine Bibliothek, auch mit vielen
Videos, beinhaltet, konnte ich mich so in meiner Freizeit,
mittels der Lektüre von diversen Büchern und mittels Dokumentationen
auch inhaltlich weiterbilden und mich mit den Geschehnissen
auseinandersetzen, und so mein Wissen zum Zweiten Weltkrieg
und der Geschehnisse von Oradour weiter ausbauen.
Vor dem Dienstantritt in Oradour nahm ich gemeinsam mit Mitgliedern
des Zentrums (Direktorin, Geschichtsprofessor vom Service
éducatif des Zentrums und der Dokumentalistin) am ersten deutsch-französischen
Gedenkstättenseminar ("1er Colloque franco-allemand sur les
lieux de mémoire") in Lyon (L'Arbresle) teil. (24. Okt. 2001
- 28. Okt. 2001) Das Programm schloß, neben vielen Vorträgen
und Debatten, auch Exkursionen zu historischen und Erinnerungsorten
im Vercors und zur Gedenkstätte Izieu ein. Durch dieses Seminar
habe ich wirklich viel, vor allem über Frankreich im zweiten
Weltkrieg, dazugelernt, und auch die Möglichkeit gehabt, erste
Kontakte in Frankreich und Deutschland zu schließen.
Am 30. November 2001 war ich auf der internationalen Tagung
zur "Culture & Identité autrichiennes au XXe siècle et au
début du XXIe siècle".
Von 28. Jänner bis 30 Jänner 2002 nahm ich an einer Parisfahrt
teil, die die Besichtigungen des "Mémorial du Maréchal Leclerc
de Hautecloccque et de la Libération" de Paris, des "Museum
Jean Moulin", des "Musée National de la Résistance Champigny-sur-Marne"
beinhaltete, sowie eine Fahrt nach Drancy. (Abfahrtsbahnhöfe
der Deportationen und Konzentrationslager) Am 29. Jänner 2002
hatte ich die Möglichkeit, Herrn Faustenhammer, in der österreichischen
Botschaft in Paris, einen Besuch abzustatten. |
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Centre de la Mémoire d'Oradour
Zeitliche Auslastung:
40
Stunden.
März
2002 - Juni 2002
2. Bericht - Werner Kutil
In der zweiten Hälfte meines Auslandsdienstes in Oradour-sur-Glane/Frankreich
angelangt, sende ich Ihnen hier meinen zweiten Zwischenbericht.
(1. März 2002 - 30. Juni 2002)
Centre de la mémoire d'Oradour:
Dieses Informationszentrum für die Besucher der Ruinen des
Märtyrerdorfes hat sich zum Ziel gesetzt, Oradour über die
verschiedenen Ausstellungs-, bzw. Informationsräume wieder
in den Kontext des zweiten Weltkrieges und des Schreckens
des Nationalsozialismus zurückzuversetzen, und in weiterer
Folge zur individuellen und kollektiven Meditation anzuregen.
Mein Aufgabengebiet umfasst, bei einer Wochenarbeitszeit von
40 Stunden, folgende Tätigkeiten:
- Pflege und Aufbau von Beziehungen der Institution mit anderen
Einrichtungen zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus,
sowohl in Deutschland als auch in Österreich - Pädagogische
und informative Aufgaben zur Vermittlung des Wissens über
den zweiten Weltkrieg
- Forschung: Hilfe bei der Durchführung von historischen Projekten
und der Dauerausstellung.
Detailbericht:
Centre de la mémoire d'Oradour:
Vom 11. (10.) bis 13. (14.) März 2002 fand in Oradour die
erste europäische Tagung der schul- (museums-)pädagogischen
Dienste von Zentren und Museen, die sich auf den Zweiten Weltkrieg
beziehen, statt, die ich (mit-)organisiert hatte. Über 60
Teilnehmer aus Frankreich, Italien, Litauen, Deutschland,
Belgien und Luxemburg waren anwesend. Danach war ich unter
anderem mit der Nachbereitung (Organisatorisches, Korrespondenz,
Zahlungsmodalitäten, Publikation...) beschäftigt.
Zusätzlich gibt es immer e-mails und Briefe zu schreiben,
zu beantworten, Telefonate zu tätigen, und vor allem gibt
es viel zu übersetzen (z.B. das Interview mit Heinz Barth,
einem Täter vom Massaker in Oradour - Übersetzung/Zusammenfassung
- Video: "Die Bewältigung. Oradour" (1988, ARD)
Ein anderes Projekt war die Weiterbearbeitung und Beendigung
der Übersetzung des pädagogischen Begleitheftes für die Abschlussklassen.
(Terminale) (Französisch - Deutsch)
Im Mai führte ich einige Tage eine Recherchetätigkeit in den
Archiven des Departments (Limoges) durch, schon in Hinblick
auf die mögliche Partnerschaft/Austauschprojekt mit einer
österreichischen Schule.
Natürlich habe ich die Informationsmöglichkeiten unseres Dokumentationszentrums
(Bücher, Videos) immer wieder genutzt, um mein Wissen bezüglich
der Geschehnisse im 2. Weltkrieg zu verbessern.
Zusätzliches:
* Am 26. April 2002 führte ich ein Interview (im Rahmen unseres
Zeitzeugenprojektes) mit einem der Überlebenden des Massakers
von Oradour, Monsieur Robert Hébras. Dieses Gespräch können
Sie demnächst auf unser Gedenkdiensthomepage unter www.gedenkdienst.org
(http://www.gedenkdienst.org/deutsch)
-> Partner -> Frankreich -> Centre de la mémoire d'Oradour
(Link: Zeitzeugen: M. Robert Hébras) finden.
* Am 19. Mai 2002 fuhr ich nach Villemur/Toulouse, um mich
den Nachmittag mit einem Franzosen (Monsieur Pierre Faur)
und seiner Familie zu unterhalten. Herr Faur hat in Österreich
STO (Service du travail obligatoire) geleistet. Wir sind weiterhin
in Kontakt und es ist auf jeden Fall ein weiteres Treffen
geplant.
* Teilnahme an der Buchpräsentation von Jean-Jacques Fouché:
"Oradour" am 21. März 2002 in Limoges, salle annexe Blanqui
3: Cercle gramsci. Titel des Vortrages: "Savoir pour agir:
Violence nazie et négationnisme dans le cas du massacre d
'Oradour"
* Theaterbesuch am 11. Mai 2002, im "Espace Noriac", rue Jules-Noriac
in Limoges: Titel: "On ne remonte pas sa montre avec des larmes";
nach den Texten von Primo Lévi ("Si c'est un homme") und Robert
Antelme ("L'espèce humaine"). Ort: L'Espace Noriac, rue Jules-Noriac
in Limoges.
* Teilnahme an der Buchpräsentation von Jean Bardet: "Les
cahiers de jeunesse de Denise Bardet", am 13. Mai 2002, im
Centre de la mémoire d' Oradour.
* Am 3. Juni 2002 traf ich mich mit Stefan Kriechbaumer, dem
Interessenten für die Nachfolge als Gedenkdiener im Centre
de la mémoire d'Oradour; Treffen in Gutau, Mühlviertel/OÖ.
Wir führten ein langes Gespräch über das Centre, den Dienst
und die Vorbereitung.
* Teilnahme an der Konferenz: "À la rencontre des tsiganes"
am 13. Juni 2002, in Limoges, Salle Blanqui Annexe 3, Konferenz
von Mathieu Pernot, Henriette Asseo und Marie-Christine Hubert.
* Am 20. Juni 2002 habe ich mir die Dokumentarfilmvorführung:
"Dans le miroir de la mémoire, des résistants au quotidien"(Production
Paris-Barcelone Films) im "Hôtel de Région" in Limoges angesehen.
* Teilnahme an der Konferenz: : « La guerre de 1914 - 1918
dans nos mémoires » am 27. Juni 2002, in der « Bibliothèque
francophone multimédia », Limoges (Bfm), Referentin: Annette
Becker.
Ausblick:
* Unter anderem werde ich mich auf Führungen vorbereiten und
die Führungen dann auch machen.
* Geplant ist auch eine Partnerschaft (ein Austauschprojekt)
einer Schule/Klasse im Limousin mit einer österreichischen
Schule/Klasse. (Kulturaustausch und gemeinsame Geschichtsaufarbeitung.) |
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Centre de la Mémoire d'Oradour
Zeitliche Auslastung:
40
Stunden.
Juli
2002 - Oktober 2002
3. Bericht - Werner Kutil
Sehr geehrte Damen und Herren,
Fast am Ende meines Auslandsdienstes in Oradour-sur-Glane/Frankreich
angelangt, sende ich Ihnen hier meinen dritten Zwischenbericht.
(1. Juli 2002 - 31. Oktober 2002)
Centre de la mémoire d'Oradour:
Dieses Informationszentrum für die Besucher der Ruinen des
Märtyrerdorfes hat sich zum Ziel gesetzt, Oradour über die
verschiedenen Ausstellungs-, bzw. Informationsräume wieder
in den Kontext des zweiten Weltkrieges und des Schreckens
des Nationalsozialismus zurückzuversetzen, und in weiterer
Folge zur individuellen und kollektiven Meditation anzuregen.
Mein Aufgabengebiet umfasst, bei einer Wochenarbeitszeit von
40 Stunden, folgende Tätigkeiten:
- Pflege und Aufbau von Beziehungen der Institution mit anderen
Einrichtungen zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus,
sowohl in Deutschland als auch in Österreich
- Pädagogische und informative Aufgaben zur Vermittlung des
Wissens über den zweiten Weltkrieg.
- Forschung: Hilfe bei der Durchführung von historischen Projekten
und der Dauerausstellung.
Detailbericht:
Centre de la mémoire d'Oradour:
Neben Übersetzungen (Fragebogen, Zeitungsartikel, Post, Programme,...),
kleineren Recherchen (Bibliothek, Internet, Archive/Limoges
- auch für die neue Sonderausstellung: "La participation des
"étrangers" aux combats pour la libération de la France"),
Sortierungen und Klassifizierungen im Archiv des Zentrums,
Telefonaten, Beantwortung von Briefen und emails, kleineren
Fahrten (Tulle, Brive, Post, Bahnhof...), Hilfestellungen
(thematisch und computertechnisch) für unsere Praktikanten
und weiteren administrativen Dingen, zählten vor allem die
folgende Tätigkeiten zu meinen Hauptaufgaben:
Die deutschsprachigen Besuchergruppen durch die Ausstellung
und die Ruinen führen: Hierzu habe ich eine deutschsprachige
Führung ausgearbeitet. Diese Führungen (Ausstellung und Ruinen)
dauern zwischen 2 - 3 ½ h, je nachdem, wie viel Zeit die Gruppen
zur Verfügung haben.
Dolmetschen: 14. August 2002 (14.00 - 16.00) war ich bei einem
Zeitzeugengespräch zwischen Herrn Hébras und einer deutschen
Gruppe vom "Cimetière militaire allemand" Dolmetscher.
Ebenfalls ist vor allem nun auch die Hilfe bei der Erstellung
bzw. die Erstellung der wöchentlichen "Revue de presse" hier
im Zentrum einer meiner Hauptaufgaben.
Ein weiteres großes Projekt, das ich verfolge, ist die Vorbereitung
bzw. der Aufbau von Kontakten für unsere Ausstellung KIDS-GUERNICA
(zwecks Teilnahme... - Tschechien, Italien, Spanien, Weißrußland,
Griechenland, Belgien...). Diese Ausstellung wird Anfang April
2003 eröffnet. Informationen diesbezüglich finden Sie unter:
www.kids-guernica.org.
Am 25. September 2002 repräsentierte ich den ganzen Tag das
Zentrum von Oradour-sur-Glane auf der "Informationsaustauschbörse
für pädagogische Publikationen und Multimedia-outils", gemeinsam
mit den Professoren unserer pädagogischen Abteilung. ("Journée
de l'Edition scolaire et du multimédia" - Ort: Ester Technopôle
- Limoges)
Weiters kümmerte ich mich um die Publikation der Vorträge
der Europäischen Tagung in Oradour (März 2002). Das heißt
die Retrankskription der Audioaufnahmen der Vorträge der Tagung
und der Kontakt und die Abstimmung mit den Vortragenden für
die Publikation.
Selbstverständlich nütze ich ständig die Informationsmöglichkeiten
unseres Dokumentationszentrums (Bücher, Videos), um mein Wissen
bezüglich der Geschehnisse im 2. Weltkrieg zu vergrößern.
Zusätzliches:
* Von 20.7.2002 bis 23.7.2002 besuchte mich Stefan Kriechbaumer
hier in Limoges. Natürlich besichtigten wir gemeinsam das
Zentrum von Oradour (Ausstellung und Ruinen) und Stefan Kriechbaumer
stellte sich dabei persönlich bei der Direktorin vor. Stefan
Kriechbaumer wird Anfang August 2003 hier seinen Auslandsdienst
antreten und meine Arbeit hier fortsetzen.
* 16.8.2002: Centre de la mémoire d'Oradour: M. Albert Valade
Buchpräsentation bzw. Signierstunde: "La page de catechisme",
Editions de la Veytizou S.A.R.L., 2000
* 23.8.2002: ab 17.30 auf Empfang beim Bürgermeister von Isle
mit Comité Jumelage (Städtepartnerschaft) und ab 19:30 in
der alten Schule von Mérignac: gemeinsamer Grillabend
* 26.8.2002: Besichtigung des Centre d'Etudes Edmond Michelet
in Brive-la-Gaillarde.
* 14.9.2002: Nachmittag: Besichtigung des Widerstandsmuseums
von Limoges.
* 3.10.2002: 17.30 - 19.30: Eröffnung der neuen Sonderausstellung
des centre de la mémoire d'Oradour-sur-Glane: "La participation
des "étrangers" aux combats pour la libération de la France"
* 16.10.2002: 20.30 - 23.00: Kinobesuch: "Le Pianiste" von
Roman Polanski
* 25.10.2002 Kurzbesuch (und Besichtigung) in der "Fondation
pour la Mémoire de la Déportation" beim Gedenkdiener David
Wiesmann. ("Verein für Dienste im Ausland")
* Am 25.10.2002 ab 18.00 war ich beim Empfang in der österreichischen
Botschaft in Paris, anlässlich des Nationalfeiertages.
Ausblick:
Für die letzten 2 Monate werden unter anderem folgende Tätigkeiten
besonders in meinem Aufgabenbereich liegen:
* Erstellung der wöchentlichen "Revue de presse", * Führungen
geben, * Vortrag (Vorträge) an der Schule von Oradour (geplant
für Mitte November),* Weiterverfolgung der Kontakte für die
Ausstellung "Kids Guernica" in Oradour-sur-Glane, * Übersetzungen,
* Überarbeitung meiner Dossiers/Ordner für die Übergabe,... |
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Centre de la Mémoire d'Oradour
Zeitliche Auslastung:
40
Stunden.
November
2002 - Dezember 2002
Endbericht - Werner Kutil
Sehr geehrte Damen und Herren,
Anbei sende ich Ihnen hier meinen vierten und letzten Zwischenbericht.
(1. November 2002 - 31. Dezember 2002)
Centre de la mémoire d'Oradour:
Dieses Informationszentrum für die Besucher der Ruinen
des Märtyrerdorfes hat sich zum Ziel gesetzt, Oradour
über die verschiedenen Ausstellungs-, bzw. Informationsräume
wieder in den Kontext des zweiten Weltkrieges und des Schreckens
des Nationalsozialismus zurückzuversetzen, und in weiterer
Folge zur individuellen und kollektiven Meditation anzuregen.
Mein Aufgabengebiet umfaßte, bei einer Wochenarbeitszeit
von 40 Stunden, folgende Tätigkeiten:
- Pflege und Aufbau von Beziehungen der Institution mit anderen
Einrichtungen zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus,
sowohl in Deutschland als auch in Österreich
- Pädagogische und informative Aufgaben zur Vermittlung
des Wissens über den zweiten Weltkrieg
- Forschung: Hilfe bei der Durchführung von historischen
Projekten und der Dauerausstellung.
Detailbericht:
=> Centre de la mémoire d'Oradour:
In den letzten 2 Monate wurden von mir unter anderem folgende
Tätigkeiten im "Centre de la mémoire d'Oradour-sur-Glane"
ausgeführt:
* Übersetzungen (Flugblätter (2. Weltkrieg), pädagogische
Hilfsblätter, begonnen mit einem Lehrbuch für Volksschüler,
Post, Emails,...) und kleinere Recherchen per Internet, mittels
Bücher bzw. mit Hilfe diverser Organisationen (Topographie
des Terrors/Berlin, Gedenkstätte in Dachau,...)
* Telefonate, Kontakte per Email und Beantwortung von Briefen,
Fax und Emails. (Übersetzung der Dokumente, Briefe...,
wenn die Kontakte in deutscher, englischer oder spanischer
Sprache waren.)
* Ebenfalls machte ich wieder die deutschsprachigen Führungen
(auch Begleitung von Führungen) durch die Dauerausstellung
des Zentrums und durch die Ruinen des Märtyrerdorfes.
Hierzu hatte ich auch immer wieder Email- bzw. Briefkontakt
mit einigen Besuchern (Professoren), die ich durch das Zentrum
und die Ruinen geführt hatte.
* Die Hilfe bei der Erstellung bzw. die Erstellung der wöchentlichen
"Revue de presse" hier im Zentrum war wiederum eine
meiner Hauptaufgaben.
* Meine weitere Haupttätigkeit war die permanente Betreuung
der Kontakte (Emails, Fax, Briefe, Telefonate) für unsere
internationale Ausstellung KIDS GUERNICA, die am 7. April
2003 in Oradour-sur-Glane eröffnet wird. (Japan (Fernsehen),
Nepal, Weißrußland, Spanien, Tschechien (direkte
Teilnehmer - Delegationen...)...)
Informationen zu diesem internationalen Projekt "KIDS
GUERNICA" finden Sie im Internet unter: www.kids-guernica.org
und unter www.artjapan.com/GUERNICA-G/index.html.
* Die letzten Tage hier im Zentrum bereitete ich alle Dossiers,
Ordner, Dateien,... für die "Übergabe"
vor, machte für diverse Projekte (z.B. Organisation:
KIDS GUERNICA) eine Einführung mit den notwendigen Erklärungen
für die Kollegen im Zentrum und überarbeitete diverse
Dokumente, damit sie in Zukunft im Zentrum direkt in Verwendung
genommen werden können.
* Am 17. Dezember 2002 hielt ich einen Vortrag über
Österreich in der Volksschule von Oradour-sur-Glane.
* Natürlich profitierte ich weiterhin immer wieder von
den Informationsmöglichkeiten unseres Dokumentationszentrums
(Bücher, Videos), um mein Wissen bezüglich der Geschehnisse
im 2. Weltkrieg bzw. der Geschichte von Oradour-sur-Glane
zu erweitern.
(Zusätzlich besuchte ich die Konferenzen, die vom Zentrum
organisiert wurden. => "Zusätzliches")
=> Zusätzliches:
* 4. November 2002: 20.30 - 22.30: Konferenz mit Gerhard
Léo, Espace Noriac, Limoges, Thema: "Un Allemand
dans le maquis de Corrèze".
* 8.11.2002 17.30 - 19.00: Besichtigung der Ausstellung:
"Les enfants juifs déportés" - Bahnhof
Bénédictins -Limoges.
* 25. November 2002: 20.30 - 22.30: Konferenz mit Stéphane
Hessels, Espace Noriac, Limoges, Thema: "L'engagement
d'un homme libre".
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