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Zeitliche Auslastung:
40 Stunden pro Woche; davon 3 Tage à 8 Std. in
der Bibliothek des Simon Wiesenthal Center, 1 Tag à
8 Std. im Museum of Tolerance , 1 Tag à 8 Std. im Multimedia
Learning Center.
Tätigkeiten:
Dezember 1999:
Nach der umfassenden Einschulung in den ersten fuenf Wochen
nach meinem Dienstantritt, ist es mir nun moeglich in allen
Bereichen, die fuer meinen Dienst vorgesehen sind, zu arbeiten.
Einen der interessantesten Aspekte meiner Arbeit ist es,
den als Tour Guide Museumsbesucher als Tour Guide,ueber eine
3 Stuendige Fuehrung hinweg, eine moeglichst lehrreiche und
intensive Erfahrung zu ermoeglichen. Das Museum spricht eigentlich
fuer sich selbst. Eine einstuendige Multimediale Tour, gibt
den Besucher eine Einblick in die Geschichte des Holocaust,
und ist gleichzeitig lehrreich wie bewegend.
Der Toleranz - Bereich des Museums, gibt den Besuchern nun
zu verstehen wie wichtig es ist, die Lektionen der Vergangenheit
zu erlernen, das ethnische Saeuberungen nicht nur Geschichte
sonder auch noch heute sehr praesent sind, und wie wichtig
es ist, das jeder seinen eigenen Teil dazu bei traegt, dass
sich die Geschichte in keiner Form wiederholt.
Als Tour Guide ist es nun meine Aufgabe, die Erfahrund der
Besucher so intensiv wie moeglich zu machen, einerseits durch
den Versuch einer interaktiven Fuerung, und andererseits durch,
die Tour ergaenzende Information, den Besucher noch mehr einzubinden
und zu fesseln.
Die ist vor allem bei den Touren fuer Schueler eine der wichtigsten
Aufgaben, und die meisten Besucher verbuinden dadurch das
mUseum mit einer ausserordentlichen Erfahrung.
Im Multimedia Learning Center habe ich nun die Freude, sowohl
Museumsbesucher Fuehrungen zu geben, als auch an den speziellen
Programmen fuer Kinder und gefaehrdete Juegendliche Teilzunehem.
In beiden Bereichen ist es mir moeglich, als Oesterreicher
dem ganzen eine besondere Note zu geben - z.B. durch deutschsprachige
Fuerungen oder die Betreung deutschsprachiger Gaeste.
Die Arbeit in den Archiven des Centers besteht groestenteils
aus der Bearbeitung von Ansuchen diverserer Organisationen,
wie Filmgesellschaf6ten, Museen oder Universitaeten. Die Bereitstellung
der gewuenschten Materialen, wie z.B. Photos, Briefe, Dokumente
oder Hintergrund information ist dabei die Hauptaufgabe. In
diesem Monat war eines der Projekte, geeignetse Bildmaterial
sowie Informationen aus der Anne Frank Kollektion des Centers
fuer eine Austellung in einem anderen Museum bereitzustellen.
Januar
2000:
Nachdem ich nun voll in den Arbeitsbetrieb der drei Bereiche
eingegliedert bin, sind die Hauptaufgaben meines Dienstes
relativ stark definiert. Jeweils ein mal pro Woche gebe ich
weiterhin drei stuendige Touren im Museum of Tolerance.
Einmal pro Woche arbeite ich im Multimedia Learning Center.
Die Hauptaufgabe hierbei ist es, sowohl Schulklassen wie auch
regulaere Museumsbesucher eine kurze Fuehrung durch diesen
Teil des Museums zu geben, sie mit der Bedienung der etwa
30 Computerstations vertraut zu machen, sowie Ihnen die diversen
Austellungsstuecke naeher zu bringen und Ihnen deren jeweilige
Geschichte zu erzaehlen. Die meisten dieser Austellungsstuecke
sind Gebrauchsgegenstaende aus der Zeit des Holocaust. Die
ganze Pallette reicht jedoch von SS - Uniformen bis zu einem
Schaukasten ueber die Person und das Leben Simon Wiesenthals.
Die 30 Computerstations erlauben es dem Besucher, ueber die
Geschichte des Holocaust durch Video, Audio und Textmaterialien
zu erlernen und auch durch einen Index genauere Informationen
aus der Datenbank des Centers zu bekommen. Auch das Abspielen
von Personal Testimonies von Holocaust Ueberlebenden ist moeglich.
Ebenfalls regelmaessig sind die Vortraege von Holocaust Ueberlebenden,
die auf diesem Stock stattfinden und an deren Vorbereitung
ich beteiligt bin.
Ich werde auch weiterhin in zwei stuendige Fuehrungen fuer
juengere Schulkinder (6 bis 10 Jahre) eingeschult, fuer die,
aufgrund des Alters, ein regulaerer Museumsbesuch nicht angebracht
waere.
In der Bibliothek war ich abgesehen von der Mithilfe am regulaeren
Bibliotheksbetrieb, unter anderem bei der Uebersetzung vieler
deutschsprachiger Dokumente beteiligt. Auch die Identifizierung
von Fotografien war auch eines der sehr interessanten Aufgabengenbiete,
Die Archiv Arbeit bestand wie ueblich aus der Bereitstellung
diverser Materialien sowie bei der Mithilfe von Recherchen.
Lange Zeit war ich hierbei an der Identifizierung von Personen
auf Fotografien beschaeftigt, die fuer das United States Holocaust
Memorial Museum bereitgestellt wurden.
Urlaub:
24. Jaenner bis 28. Jaenner
Februar
2000:
1. Library of the Simon Wiesenthal Center:
Neben der Mithilfe in der Bibliothek, deren Sammlung vor allem
aus Holocaust Literatur besteht, bin ich weiterhin an der
Uebersetzung deutschsprachiger Dokumente beteiligt. Weiters
war es meine Aufgabe, diverse deutsprachige Stellen anzuschreiben,
um Informationen ueber eine Fotosammlung aus der Zeit des
Holocaust zu bekommen. Das Zusammenstellen einer Bibliographie
ueber Frauen in der Zeit des Holocaust war ebenfalls eines
meiner Aufgabengebiete, sowie Recherchen ueber diverse Themen
wie z.B eine deutsche Widerstandsgruppe.
2. Archives of the Simon Wiesenthal Center:
Ich habe in diesem Dienstzeitraum meine Arbeit fuer die Bearbeitung
der Anfrage des U.S. Holocaust Memorial Museum in Washingtin
D.C. fertigstellen koennen. Hierbei ging es vor allem um die
Identifizierung von Personen aus ausgesuchten Fotos aus der
umfanfgreichen Fotosammlung des SWC. Hierbei waren mir vor
allem die Unterlagen aus den Archiven eine grosse Hilfe und
so konnte ich das Projekt rechtzeitig und fuer alle Seiten
zufriedenstellend beenden. Nach der Identifizierung war es
noch wichtig, die Unterlagen und weitere Informationen zu
den einzelen Fotos zu finden, um dann saemtliches Material
inkl. Kopien der Fotos dem USHMM bentuzungsfreundlich bereitzustellen.
In dieser Art und Weise habe ich an die 100 Fotos (davon teilweise
Portraits-, teilweise Gruppenfotos), die alle in der Zeit
des Holocaust aufgenommen wurden, bearbeitet.
3. Museum of Tolerance:
Ich gebe in diesem Bereich des Centers weiterhin 3 stuendige
Touren hauptsaechlich fuer Schulklassen. Die Betreung der
Museumsbesucher gehoert ebenfalls zu meinen Aufgaben. Bei
Bedarf gebe ich auch deutschsprachige Touren.
4. Multimedia Learnig Center:
Hier ist es vor allem weiterhin meine Aufgabe die Schulklassen,
die das Museum besuchen, zu uebernehmen und Ihnen eine Fuehrung
durch den zweiten Stock zu geben. Abgesehen davon uebernehme
ich jetzt regelmaessig eine Tour im Rahmen des zweistuendigen
"Steps to Tolerance" Programs, das fuer Volkschulkinder
designed ist und Ihnen die Geschichte des Holocaust erstmals
naher bringt. Weiters assistiere ich auch bei den regelmaessigen
Vortraegen von Holocaust Ueberlebenden und bin auch fuer die
Betreung der sonstigen Besucher verantwortlich.
März
2000:
1. Library of the Simon Wiesenthal Center:
Neben der Mithilfe bei Uebersetzungen diverser Dokumente aus
der Zeit des Holocaust, ist es auch weiterhin meine Aufgabe,
bei der Katagolisierung diverser Fotographien behilflich zu
sein. Ich moechte dabei besonders hervorheben, welche Freude
es mir ist, in der Bibliothek des SWC zu arbeiten, die im
Maerz den "National Arward for Library Service"
verliehen bekam.
2. Archives of the Simon Wiesenthal Center:
Es ist auch hier weiterhin meine Aufgabe Fotographien aus
der Zeit des Holocaust zu bearbeiten. Diesmal eine Fotosammlung,
die uns von einem Archiv aus Polen zur Verfuegung gestellt
wurde. Es war vor allem wichtig, die auf den Fotos abgebildeten
Personen zu identifizieren. Kopien der Fotos wurden dazu wieder
zurueck nach Polen geschickt, um mehr Informationen zu bekommen.
Ausserdem war ich an der Vorbereitung einer Austellung beteiligt,
die in Kuerze im Museum zu sehen sein wird. Die Austellung
zeigt Fotos von 26 Holocaust Ueberlebenden, deren Lebensgeschichte
kurz aber sehr einpraegsam dargelegt wird.
3. Museum of Tolerance:
Es ist derzeit Hochbetrieb im Museum, und es werden taeglich
ueber 1200 Besucher erwartet. Ich gebe weiterhin drei stuendige
Touren hauptsaechlich fuer Schulklassen und die Betreung der
Museumsbesucher gehoert auch zu meinen Aufgaben. Ich mochte
hervorheben, dass es uns im Maerz eine besondere Freude war,
dem deutschen Generalkonsul und 10 seiner Mitarbeiter, als
Tour Guide zur Verfuegung stehen zu koennen. Weiters war es
uns eine ausserordentliche Ehre und Freude, auch den oesterreichischen
Generalkonsul Mag. Werner Brandstetter und Konsul Mag. Guenther
in Begleitung des oesterreichischen Kulurattachets, am 4.
April im Museum willkommen heissen zu koennen, und Ihnen eine
Tour durch das Museum zu geben.
4. Multimedia Learning Center:
Es ist mir hier weiters ein Vergnuegen, neben dem ueblichen
Aufgabengebiet als Tourguide die Moeglichkeit zu haben, Volkschueler
im Rahmen einer eigenen Tour durch das Museum, den Holocaust
oft erstmals naeher bringen zu koennen, um Ihnen in diesem
Zusammenhang mehr Toleranz und Verstaendnis zu lehren.
April
2000:
1. Library of the Simon Wiesenthal Center:
Derzeit ist die Überarbeitung der Katalogisierung der
Bibliotheksbestaende des SWC, bei der alle drei Gedenkdiener
beteiligt sind, einer meiner Hauptbeschaeftigungen in der
Bibliothek. Weiters bin ich natuerlich auch bei diversen Uebersetzungen
behilflich.
2. Archives of the Simon Wiesenthal Center:
Die Fertigstellung der Austellung, die ich bereits in meinem
letzten Bericht erwaehnte, war eines meiner Aufgabengebiete.
Die Austellung bekam den Namen "The Legacy Project"
und war bis vor kurzem im Museum zu sehen.
3. Museum of Tolerance:
Im Museum ist es wie ueblich meine Aufgabe, die dreistuendigen
Touren fuer Schulkinder sowie Studenten zu gestalten, sowie
bei der Aufrechterhaltung des normalen Museumsbetriebes behilflich
zu sein.
4. Multimedia Learning Center:
Die Hilfe beim "Steps to Tolerance" Program (dieses
Program ist fuer Volkschueler entwickelt worden, um Ihnen
durch das Lernen ueber den Holocaust eine besseres Toleranzverstaednis
beizubringen), ist hier weiterhin meine Aufgabe, sowie das
geben von Touren durch diesen Teil des Museum und die Mithilfe
bei "Survivor lectures".
Besonders hervorheben wuerde ich gerne unsere Assistenz bei
der Vorbereitug sowie unsere Teilnahme bei den folgenden Veranstaltungen:
- Am Sonntag dem 30. April fand anlaesslich des Holocaust
Remembrance Day (Yom Hashoah) auf dem Memorial Plaza des Museum
eine ca. zweistuendige Zeremonie statt, bei der zahlreiche
Gastredner und Besucher, den Opfern und Ueberlebenden des
Holocaust gedachten.
- Am Sonntag dem 7. Mai war es uns eine Freude nach der Mithilfe
bei den Vorbereitungen, auch bei der eigentlichen Veranstaltung
im Rahmen des "Arts and Lecture" Programmes behilflich
zu sein. Die Kinderbuch Authorin Susan Goldman Rubin stellte
Ihr neuerschienenes Buch "Fireflies in the Dark - the
children of Terezin" im Museum vor. Das Buch steht im
engen Zusammenhang mit dem Leben der oesterreichischen Kuenstlerin
Friedl Dicker-Brandeis, die im Holocaust Ihr Leben verlor.
Mai
2000:
1. Library & Archives of the Simon Wiesenthal Center:
Uebersetzungsarbeiten sowie die Mithilfe bei der Identifizierung
von Archivmaterial waren dieses Monat in erster Linie meine
Aufgabengebiete. Ich war abgesehen davon oefters im Rahmen
des ordentlichen Bibliothekbetriebes taetig. Zur Beantwortung
von Anfragen bezueglicher Holocaustbezogener Literatur wurde
ich auch oefters herangezogen.
2. Museum of Tolerance:
Da derzeit Hochbetrieb im Museum ist, gebe ich meistens zwei
mal am Tag dreistuendige Touren fuer Schul- und Collageklassen.
Nebenbei bin ich auch bei der Betreung der regulaeren Besucher
behilflich.
3. Multimedia Learning Center:
Im MLC ist es wie immer meine Aufgabe, die Volksschulkinder,
die das Museum im Rahmen des Steps to Tolerance Programms
besuchen, zu betreuen. Weiters finden regelmaessig Vortraege
von Holocaust Ueberlebenden statt, bei deren Vorbereitung
ich behilflich bin. Und auch fuer die Betreung der das Museum
besuchenden Schulklassen, sowie der regulaeren Besucher, bin
ich zustaendig.
Allgemeines:
- Die Überprüfung der Bibliotheksbestände des
SWC war weiterhin meine Aufgabe.
- Auch in dieser Berichtsperiode lag die Besucherzahl des
Museums augfrund der derzeitigen Hochsaison taeglich ueber
1000. Aus diesem Grund, wurden wir Gedenkdiener oefters fuer
die Betreung von Gruppen herangezogen.
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