Bericht(e) von Fabio Maurer
Mai 2001 - August 2001

Mai 2001 | Juni 2001 | August 2001

Zeitliche Auslastung:
Vierzig (40) Wochenstunden.

Tätigkeiten:

Mai 2001:

Nach meiner Rueckkehr am 15 Mai hatten wir in der Bibliothek drei Buchpraesentation, bei deren Organisation ich jeweils mithelfen durfte.
Eine der Buchpraesentationen hat sich mit der Faelschung von KZ-Artifarkten aus Osteuropa.

Dieses Thema hat unser Museum natuerlich sehr angesprochen und uns alle beim archivieren zu mehr Vorsicht geboten.

Vielleicht den groessten Teil meiner Zeit in der Bibliothek nahm in diesem Monat das katalogisieren von "donations" in Anspruch.

Eine dieser "donations" waren Dokumente ueber Versuche mit Insassen von Konzentrationslagern , welche ich uebersetzen durfte.

Weiters durfte ich eine Adoptionserklaerung eines rumaenischen Gerichtes uebersetzen. Die Adoption rettete ein Kind,welches in einem juedischen Waisenhaus lebte vor den Nazis.

Weiters begannen wir mit der Uebersetzung des "testimony" von Simon Wiesenthal, welches von der Shoah Foundation 1997 aufgenommen wurde und bisher noch nich uebersetzt wurde.

Dieses Projekt wird, aufgrund der Laenge ( 6 Videokasetten a 2 Stunden) sicher noch mehr Zeit in Anspruch nehmen

Im Multimedia Learning Center gab ich Touren und durfte erstmals bei den "Survivor's Lectures" den jeweiligen Surivor vorstellen.

Im Museum gab in ich ebenfalls Touren und fuer Besucher des Museums, welche keiner Tour folgen, gab ich eine kurze Einfuehrung in das Museum.

Juni 2001:

Library:

In der Periode vom 11 Juni bis 9 Juli war ich hauptsaechlich mit 2 Dingen beschaeftigt.
Zum einen erstellte ich eine Liste aller Buecherkisten, welche ferngelagert liegen und begann dies dann auf ihre Vollstandigkeit zu ueberpruefen und zum anderen wurde es nun hauptsaechlich mir uebertragen das "Testament" von Simon Wiesenthal zu uebersetzen, welches die Shoah-Foundation 1997 in Wien aufgenommen hat.
Zusaetzlich half ich unseren anderen volunteers beim katalogisieren von Artifakten mit kurzen Uebersetzungen, sowie bei kurzen Researcharbeiten entweder im Internet oder in unseren spezifischen Buechern.
In detektivischer Kleinarbeit ist es uns immer wieder gelungen, dirch kleinste Anhaltspunkte (z.B. Orden auf Uniformen) NS-Kriegsverbrecher auf Fotos zu identifizieren.

MMLC:

Neben der Beschaeftigung als Museum Educator, so unsere ofizielle Bezeichung im Museum, hatten wir kleinere Projekte, z.B. Begriffe wie SS, Gestapo, oder Judaismus fuer unsere Steps-Gruppen (Kinder im Alter von 8-10) altersgerecht zu definieren oder wir beschilderten manche unserer Artifakte neu.

Museum:

Neben der Betreung von Besuchern hatten wir auch Gelegenheit uns weiterzubilden sowie unsere Tour zu verbessern, z.B. hatten wir die Gelegenheit uns mit unseren "Research-Team" ueber manche der Austellungsstuecke zu unterhalten und so ungeklaerte Fragen zu klaeren

August 2001:

1. Library & Archives of the Simon Wiesenthal Center:

In der Bibliothek verbrachte ich die meisste Zeit mit der Uebersetzung des Wiesenthal testimonies sowie mit der Uebersetzung anderer Dokumente.
Anlaesslich unseres (5.September-Library des SWC) Besuches an der Shaoh Foundation in Century City wurde mir nocheinmal die Bedeutung dieser Uebersetzung vor Augen gefuehrt, denn Michael Engel ( Shoah Foundation) stellte in Aussicht dass man meine Uebersetzung auch fuer die Shoah Foundation verwenden wuerde.

2. Multimedia Learning Center:

Im Multimedia Learning Center war ich hauptsaechlich mit der Betreuung von Besuchern beschaeftigt.

3. Museum of Tolerance:

Im Museum wurde ich auch hauptsaechlich fuer kleine „Orientierungen" sowie zur Betreuung der Besucher benoetigt.