5. Juli 1999 bis 13. Juli 1999
Einschulung für die Dateneingabe von Vor-Interview-Fragebögen
(im Original Pre-Interview-Questionnaires, kurz PIQs) in
die Datenbank der Shoah Foundation. Der Gedenkdiener arbeitete
dabei unter direkter und permanenter Betreuung durch einen
PIQ-Administrator der Foundation.
Zur Erläuterung: PIQs enthalten grundlegende biographische
Informationen von Holocaust-Überlebenden, die in einem
ersten Interview festgehalten wurden. Sie dienten einerseits
zur Vorbereitung auf das eigentliche Interview.
Andererseits sollte gewährleistet werden, dass gewisse
grundlegende Daten auf jeden Fall festgehalten werden.Diese
Profildaten bilden nun die Grundlage des Katalogisierungs-Prozesses.
Dies trifft in zweierlei Hinsicht zu.
"Long-Form Entry": Hierbei werden sämtliche
Informationen, die aus den Eintragungen im Fragebogen direkt
ableitbar sind, in die dafür vorgesehene Maske eingegeben.
Es handelt sich dabei um den ersten Schritt der Katalogisierung
im engeren Sinn eines Interviews. Damit sind die Stationen
des Lebens sowie Informationen über den familiären
Hintergrund etc. eines Interviewten festgehalten. Diese
Daten bilden in weiterer Folge das Gerüst für
die Katalogisierung des Haupt-Interviews durch das Katalogisierungs-Personal
der Shoah Foundation. Die einzelnen Erinnerungen des/der
Interviewten können auf Basis dieser Daten den verschiedenen
Lebensabschnitten zugeordnet werden.
"Short-Form Entry": In diesem Fall handelt es
sich um einen der ersten Schritte der Katalogisierung im
weiteren Sinn eines Interviews. Es werden lediglich ausgewählte
Profildaten jedes Fragebogens eingegeben. Die so entstandenen
Datensätze geben den zuständige Mitarbeitern der
Shoah Foundation die Möglichkeit Prioritäten zu
setzen wenn entschieden werden soll, welche der über
50.000 Interviews früher katalogisiert werden.
Nachforschungen:
Teil der Eingabe von PIQ Daten war es manchmal auch, Nachforschungen
über erwähnte Namen von Orten, Ghettos oder Konzentrationslagern
anzustellen.
14. Juli 1999 bis 15. August 1999
Einschulung Phase II für die Eingabe von PIQs in die
Datenbank der Shoah Foundation.
Dabei arbeitete der Gedenkdiener ohne ständige Betreuung.
Jeder einzelne Datensatz wurde jedoch weiterhin von einem/r
Vorgesetzten überprüft. Zu jedem Fragebogen erhielt
der Gedenkdiener sodann einen Überprüfungsbericht.
Außerdem hatte er die Verbesserungen selbst vorzunehmen.
16. August 1999 bis 29. August 1999
Assistenz in der Einschulung von neuen Mitarbeitern.
In dieser Zeit wurde der Gedenkdiener dafür herangezogen,
neue Mitarbeiter in die die Tätigkeiten eines PIQ-Administrators
einzuführen. Diese bestehen im Wesentlichen aus den
selben Aufgaben, die der Gedenkdiener bis dahin auszuführen
hatte.
Teilnahme am Schulungsprogramm für PIQ-Administrators.
Mitarbeiter der Shoah-Foundation hielten im Laufe dieser
beiden Wochen mehrere Referate zu gewissen Themen, um die
neuen Mitarbeiter mit den notwendigen historischen Hintergrund-Informationen
zu versorgen. Der Gedenkdiener besuchte diese Veranstaltungen
ebenso.
30. August 1999 bis 26. September
1999
Reguläre Arbeit an der Eingabe von PIQ-Datensätzen.
Dabei hatte der Gedenkdiener wie jeder Mitarbeiter ein wöchentliches
Produktions-Soll von 5 Long-Form Entries und 60 Short-Form
Entries zu erfüllen.
27. September 1999 bis 17. Oktober
1999
Eingabe von PIQ Datensätzen mit Einbeziehung von deutschsprachigen
PIQs.
Deutschsprachige Fragebögen wurden lediglich für
Short-Form Entry herangezogen. Das Short-Form Entry Produktions-Soll
für die Eingabe von nicht-englischsprachigen PIQs beträgt
50 pro Woche.
18. Oktober 1999 bis 5. November
1999
1) Short-Form Entry von deutschsprachigen PIQs. 20 Stunden
pro Woche
2) Einschulung für Arbeit am Schlagwort-System der
Datenbank und erste Tätigkeiten in diesem Aufgabengebiet.
Als Teil dieser Tätigkeit musste der Gedenkdiener beispielsweise
einige Schlagwortlisten überprüfen und die Formate
aller Schlagworte dem aktuellen Format anpassen.
Für den gesamten Berichtszeitraum
Diverse kleinere Aufgaben, die dem Gedenkdiener jeweils
je nach Bedarf zugewiesen wurden. Dies umfasste unter anderem
Übersetzungen von Dokumenten oder Unterstützung
bei der Katalogisierung wenn Interviewte deutschsprachige
Begriffe oder Personen-Namen verwendeten.