Brief

Wilfried Haslauer an Alberto Dines
Wien 7. November 2007



Sehr geehrter Herr Dines,

ich darf Ihnen sehr herzlich zur Auszeichnung mit dem Austrian Holocaust Memorial Award gratulieren!

Besonders freut es mich, daß Sie diese Auszeichnung für Ihre Auseinandersetzung mit Leben und Sterben von Stefan Zweig bekommen haben, der ja mit Salzburg eng verbunden war und dessen Angedenken zu wahren mir auch persönlich ein großes Anliegen ist. Leider hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, Ihr Buch über Stefan Zweigs "Tod im Paradies" zu lesen freue mich aber schonjetzt auf die Lektüre und neue Einsichten vor allem in die letzten Lebensjahre Stefan Zweigs, nachdem er Salzburg verlassen musste.

Es gibt einen Satz von Stefan Zweig, der mich bereits lange begleitet und der auch mein Verständis von Politik prägt: "Entscheidend für eine Idee ist nie, wie sie sich verwirklicht, sondern was sie an Wirklichkeit enthält."

Mit der von Ihnen initiierten Casa Stefan Zweig in Petropolis waren Sie den Salzburger Proponenten eines Hauses für Stefan Zweig Vorbild und Inspiration und es freut mich, Ihnen auf diesem Wege mitteilen zu können, daß es gelungen ist, unseren Traum von einer eigenen Forschungsstätte für Stefan Zweig mitten im Zentrum von Salzburg zu verwirklichen.

Die Universität Salzburg stellt Räumlichkeiten zur Verfügung und Stadt und Land Salzburg beteiligen sich an den Kosten für dieses kulturelle Zentrum. Geplant sind Leseräume, internationale Symposien zum Thema Kultur und Judentum, eine Dauerausstellung zu Stefan Zweig und die weltweite Vernetzung aller Zweig Forscher- und Verehrer.

Es wäre mir daher eine große Ehre und Freude, Sie möglichst bald in Salzburg im neuen Haus für Stefan Zweig (geplante Eröffnung noch 2008) begrüssen zu dürfen.

Nochmals herzliche Gratulation und meine besten Grüße aus Salzburg,

Ihr
Dr. Wilfried Haslauer